Urs Birchler
Haben die UBS-Verantwortlichen eigentlich ein finanzielles Interesse an tiefen Eigenmitteln?
Ich habe Claude.ai gefragt: „Hängt die Höhe der Entschädigung der Mitglieder der Geschäftsleitung der Bank UBS direkt oder indirekt von der Höhe der Eigenmittel (CET1) der UBS ab?“
Hier die Antwort:
„Ja, die Vergütung der UBS-Konzernleitung hängt sowohl direkt als auch indirekt vom CET1-Kapital ab — auf mehreren Ebenen.“
Claude erklärt dann detailliert drei Kanäle:
- Das Malus-Risiko bei Unterschreiten des Return on CET1 Capital von 7%.
- Die implizite Abhängigkeit des Bonus-Pools von der Kapitalstärke.
- Die (unklare) indirekte Abhängigkeit des Bonuspools von der Kapitalstärke.
Claudes Fazit: „Mehr CET1-Eigenkapital erhöht zwar die Sicherheit (kein Malus-Risiko), drückt aber gleichzeitig den RoCET1 — und damit die langfristige variable Vergütung. Die Konzernleitung hat also einen strukturellen Anreiz, die CET1-Quote nicht zu weit über die strategische Zielmarge von ca. 14% hinaus ansteigen zu lassen.“
Wenn Claude recht hat, könnte die vom Bundesrat beantragte Erhöhung der Eigenmittel der UBS also tatsächlich teuer werden — für deren Geschäftsleitung.
